macht Baclofen abhängig?

Re: macht Baclofen abhängig?

Beitragvon madmax » 17. Okt 2011, 20:00

also wie gesagt, ich würde auf jedenfall eine medikamentöse abhängigkeit von baclofen gegen die einer alkohol- oder GHB-sucht eintauschen, keine frage!...
ich merke ja selbst die positiven eigenschaften wie z.b.; leichte spannungs- und angstlösenden eigenschaften, unterdrückung des "sauf- und suchtdrucks"...
nur, wie du bereits richtig vermutest hab ich ein wenig schiss das ich genau wie bei benzos von woche zu woche die dosis steigern muss, bzw. sich der körper anpasst und z.b. von 50mg/tag keine wirkung mehr zu spüren ist...
das ist mein bedenken bei der ganzen sache, das wars auch schon...

gruß madmax
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Re: macht Baclofen abhängig?

Beitragvon milli » 18. Okt 2011, 10:20

Hi madmax

Was mich an der ganzen Geschichte so geschockt hat - ich war der Meinung jede Substanz eine Woche lang folgenlos zu nehmen, ich habe beim besten Willen nicht damit gerechnet, dass ich von einem Muskelrelaxanz zeitweise heftige Absetzerscheinungen habe.



Das ist allerdings, freundlich gesagt, blauäugig und es ist gut, dass du jetzt was Neues gelernt hast, sorry, aber echt.
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Re: macht Baclofen abhängig?

Beitragvon milli » 18. Okt 2011, 10:24

@Conny

da ich ja Baclofen gegen Angst und Panik einnehme, ist mir dieser Satz aufgefallen:
Baclofen hilft gegen Craving, zugrunde liegende Primärerkrankungen lassen sich nicht damit "heilen", sie treten offener zutage. Ab zum Therapeuten.


Wie ich bei Ameisen gelesen habe, ist die dem Alkoholabusus zu Grunde liegende Primärerkrankung oft Depression, Angst und Panik, und dagegen soll es helfen.

Was meinst du ?

LG

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Re: macht Baclofen abhängig?

Beitragvon GoldenTulip » 18. Okt 2011, 10:56

Hallo milli,

generell wird bei Baclofen oft eine "mood-stabilizing"-Wirkung festgestellt, heißt stärkere Gelassenheit - das kann sich angstlösend auswirken, weniger Angst vor Auseinandersetzungen und so weiter. Das Weglassen von Alkohol bewirkt natürlich an sich, dass alkbedingte Depressionen wegfallen, ohne, Kater, "Fahne" und zitternde Hände ist man sicherlich angstfreier, fitter, tatkräftiger (und damit weniger sozialphobisch).
Meinem Nachbarn sachlich und klar die Meinung zu geigen fällt mir nüchtern jedenfalls leichter als verkatert...
Wie hat sich das bei dir entwickelt? (Entschuldige, ich hab grad zuwenig Zeit, um deine Beiträge nochmal bewusst zu lesen - muss gleich joggen gehen, bevor es regnet)

Davon unterscheiden würde ich jedoch "echte" Angststörungen, endogene Depressionen etc. die sonst immer niedergetrunken wurden, um wahlweise ruhiger oder heiterer zu werden. Durch Bac plus ohne Alk bekommt man wieder stärkeren Kontakt zu unbewussten Seelenanteilen, im Extremfall bis hin ggf. zu verdrängten Traumata (Posttraumatische Belastungsstörungen). In wenigen Fällen sind auch paradoxe Wirkungen unter BAC bekannt (z.B Panik statt Gelassenheit), je nach anderen vorhandenen Krankheite und Medikationen.

Wenn also nicht nur kurzfristig (2-4 Wochen) unter BAC Ängste, Depressive Phasen usw (oder starke Schlafstörungen, Blutdruckveränderungen etc) auftauchen, rate ich zu professioneller Hilfe/ Abklärung. Das kann ein Forum nicht mehr verantwortungsvoll auffangen.

Andererseits ist nicht jede bei sich festgestellte körperliche Äüßerung eine NW von Bac - man ist nüchtern wieder aufmerksamer was Körpersignale angeht, diese wahrzunehmen kann auch beunruhigen.

Liebe Grüße
Conny
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Re: macht Baclofen abhängig?

Beitragvon madmax » 18. Okt 2011, 13:00

ja also wie gesagt, hat vllt jemand lust auf meine frage ne antwort zu geben?

madmax hat geschrieben:nur, wie du bereits richtig vermutest hab ich ein wenig schiss das ich genau wie bei benzos von woche zu woche die dosis steigern muss, bzw. sich der körper anpasst und z.b. von 50mg/tag keine wirkung mehr zu spüren ist...
das ist mein bedenken bei der ganzen sache, das wars auch schon...


wie is das jetz? lassen diese positiven eigenschaften wie; das man durch baclofen entspannter durch den tag geht ohne dabei an alkohol usw zu denken/trinken mit der zeit nach, sodass man auf dauer eine immer höhere dosis braucht?
oder bleiben diese positiven eigenschaften dauerhaft bestehen wenn man für sich die ideale dosis gefunden hat?
also bei mir kann ich so bis 50mg gehn ohne nebenwirkungen zu spüren...

gruß madmax
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Re: macht Baclofen abhängig?

Beitragvon GoldenTulip » 18. Okt 2011, 13:23

hallo madmaxx,

die Wirkung von Baclofen bleibt bestehen, wenn man seine Erhaltungsdosis gefunden hat.
Für besondere Stress-/ Cravingsituationen macht es Sinn, immer eine "Notfalldosis" bei sich zu führen, je nach sonstiger Dosierung zw. 2,5 -12,5 mg. Falls erforderlich, auch zerkaut, da die Wirkung schneller, innerhalb von 15-20 Minuten, einsetzt.
Ein Gewöhnungseffekt wurde bisher m.W. nirgends beschrieben (und ich habe sehr viele Berichte und Auswertungen gelesen).
MfG Conny
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Re: macht Baclofen abhängig?

Beitragvon milli » 18. Okt 2011, 14:58

Hallo Conny

danke.

Hier
forum-mitglieder-stellen-sich-vor/bin-auch-neu-hier-t492.html

habe ich etwas geschrieben. Im anderen Bac-Forum habe ich ausführlicher geschrieben ( unter dem gleichen Namen) um was es geht.

Gerade dort hat mir auch der Bericht eines "reinen" Angst-Patienten, dem Baclofen so geholfen hat, Mut gemacht, es zu versuchen, aber auch andere Berichte im Netz.

Alternative wäre wohl ein synthetisches Antidepressivum, das angstlösend wirkt.

PT mache ich, und das unterstütze ich sowieso immer, statt einfach etwas mit Medikamenten herum zu laborieren.. [smile]

LG

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