von GoldenTulip » 18. Okt 2011, 10:56
Hallo milli,
generell wird bei Baclofen oft eine "mood-stabilizing"-Wirkung festgestellt, heißt stärkere Gelassenheit - das kann sich angstlösend auswirken, weniger Angst vor Auseinandersetzungen und so weiter. Das Weglassen von Alkohol bewirkt natürlich an sich, dass alkbedingte Depressionen wegfallen, ohne, Kater, "Fahne" und zitternde Hände ist man sicherlich angstfreier, fitter, tatkräftiger (und damit weniger sozialphobisch).
Meinem Nachbarn sachlich und klar die Meinung zu geigen fällt mir nüchtern jedenfalls leichter als verkatert...
Wie hat sich das bei dir entwickelt? (Entschuldige, ich hab grad zuwenig Zeit, um deine Beiträge nochmal bewusst zu lesen - muss gleich joggen gehen, bevor es regnet)
Davon unterscheiden würde ich jedoch "echte" Angststörungen, endogene Depressionen etc. die sonst immer niedergetrunken wurden, um wahlweise ruhiger oder heiterer zu werden. Durch Bac plus ohne Alk bekommt man wieder stärkeren Kontakt zu unbewussten Seelenanteilen, im Extremfall bis hin ggf. zu verdrängten Traumata (Posttraumatische Belastungsstörungen). In wenigen Fällen sind auch paradoxe Wirkungen unter BAC bekannt (z.B Panik statt Gelassenheit), je nach anderen vorhandenen Krankheite und Medikationen.
Wenn also nicht nur kurzfristig (2-4 Wochen) unter BAC Ängste, Depressive Phasen usw (oder starke Schlafstörungen, Blutdruckveränderungen etc) auftauchen, rate ich zu professioneller Hilfe/ Abklärung. Das kann ein Forum nicht mehr verantwortungsvoll auffangen.
Andererseits ist nicht jede bei sich festgestellte körperliche Äüßerung eine NW von Bac - man ist nüchtern wieder aufmerksamer was Körpersignale angeht, diese wahrzunehmen kann auch beunruhigen.
Liebe Grüße
Conny
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Wir haben kein anderes Mittel, die Welt zu ändern, als durch unser Bewusstsein.
Lama Anagarika Govinda - Buddhistischer Gelehrter