Vorstellung

Re: Vorstellung

Beitragvon Margolotta » 26. Jan 2012, 19:19

Hallo zusammen,

ich habe mir auch gerade die Doku angeschaut und ich musste an einigen Stellen schlucken.

Die junge Frau, die nicht mehr laufen konnte bzw. wieder laufen lernen musste, hat mich sehr geschockt. Erst 28 Jahre alt und schon so kaputt (tut mir leid, ein anderes Wort zur Beschreibung fällt mir gerade nicht ein), dass sie wirkt wie eine 80jährige in einem zu jungen Körper.

Die Aussage von dem Ingenieur, dass er sich mittels der Aufnahme eines 2. Studium vom Saufen abhalten wollte, hat mich fast vom Hocker gehauen. Die gleiche glorreiche Idee hatte ich vor einiger Zeit auch. Allerdings hat das mit dem Studium dann in meinem Fall -zum Glück- nicht geklappt.
Selbst jetzt mit etwas mehr Weitsicht/Einsicht bin ich der Meinung, dass mir ein weiteres Studium derzeit gar nicht in den Kram passt und ich mich lieber auf andere elmentarere Dinge konzentrieren möchte.

LG Margolotta

PS: Mir kommt gerade die Idee, ob es nicht sinnvoll/interessant wäre solche links in einem extra Thread gebündelt zu sammeln?
Den link von Hr.Phoenix werde ich mir gleich auch mal anschauen! Danke fürs Posten.
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Re: Vorstellung

Beitragvon dphn » 26. Jan 2012, 20:08

@Margolotta

ich wollte auch vor 4 Jahren noch die Angestelltenprüfung II machen, damit ich nicht soviel saufe, auch das hat zum Glück nicht geklappt. Ich hätte es gar nicht mehr schaffen können. Was hier wieder für Parallelen sind. Mir ist vor allen Dingen gestern mal wieder richtig bewusst geworden, was ich alles so an Beschwerden bereits hatte und diese in meiner süchtigen Welt nicht wirklich so wahrgenommen habe. Und dann blitzen trotzdem manchmal leichte Suchtgedanken dazwischen, wenn ich den Alk wieder so sehe.

LG
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Re: Vorstellung

Beitragvon argentina » 26. Jan 2012, 20:42

So nun muss ich mich auch noch mal melden.

Ich fand wie du Margolotta auch den Ausschnitt mit der 28 jährigen Frau sehr erschreckend. Jetzt frage ich aber mal ganz doof hier in die Runde : Wieviel muss die Frau denn getrunken haben um mit 28 in so einem Zustand zu sein???

Die Aussage des Ingenieurs sich mit einem Studium vom Alk zu entfernen fand ich interessant - in einer gewissen Weise ziehe ich da sogar Parallelen zu mir, das ich "glaube", das wenn ich erst mal von meinem Freund getrennt bin, nicht mehr trinken werde - aber das lasse ich jetzt einfach mal so in den Raum gestellt - wichtig ist generell das man oft denkt mit einer Veränderung im Leben auch den Alkohol zu löschen und das ist ein Irrglauben, den WIR sind es die sich "innerlich" veränderen müssen, so wie der Arzt in Bezug auf Baclofen meinte : Craving ist weg aber das Suchtgedächnis ist dennoch vorhanden. Habe die genauen Wort jetzt nicht mehr in Erinnerung. Das ist für UNS hier aber ja nichts neues.

Sehr sehr interessant fand ich auch - was Hr. Phönix - hier noch mal auflistete, die Fakten WARUM manche Alk. Abhängig werden und andere nicht. Am schockierensten fand ich dabei die Aussage das dies schon im vorgeburtlichen und frühkindlichen Stadium geschehen kann!!!!!!!!!!!!!!!!! Plus Genbedingt. Wenn das die ersten "Grundvoraussetzungen" sind, dann empfinde ich das ehrlich gesagt als sehr beunruhigend. Ich habe zwar in meiner Schwangerschaft nicht getrunken und auch in den ersten 3-4 Jahren nicht allzu viel, aber selbst das gibt mir nun schwer zu denken.

Ich fände die Idee übrigens auch sehr gut diese Links hier irgendwo gebündelt ins Forum zu stellen.
So schaue mir nun auch die weiteren Links von Mr. Phönix an...

Lg Argentina (leicht geschockt)
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Re: Vorstellung

Beitragvon Margolotta » 26. Jan 2012, 21:10

argentina hat geschrieben:
Ich fand wie du Margolotta auch den Ausschnitt mit der 28 jährigen Frau sehr erschreckend. Jetzt frage ich aber mal ganz doof hier in die Runde : Wieviel muss die Frau denn getrunken haben um mit 28 in so einem Zustand zu sein???



Wie viel ein Körper aushält kommt ganz auf die Person an. Wo wir wieder beim Thema Genetik wären. Der eine stirbt schon mit Anfang 30 an einer kaputten Leber und der andere hat bei gleichem Trinkverhalten gar keine Leberprobleme. [unknown] Bei der Frau muss man allerdings auch bedenken, dass sie bereits in ihrer Entwicklungsphase als Kind/Jugendliche begonnen hat zu trinken. Das spielt mit Sicherheit auch eine Rolle.
Wenn ich trinke wegen der Wirkung, obwohl ich Alkohol eigentlich nicht gut vertrage, so habe ich mit größeren körperlichen Problemen zu rechnen, als jemand der das Zeug gut wegsteckt.
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Re: Vorstellung

Beitragvon chrisi1966 » 26. Jan 2012, 22:58

Ich hab mir den Film auch gerade angeschaut, bin sehr nachdenklich geworden.

Ich hab mich in den Frauen ( waren zwar viel älter als ich) gesehen die zur Besinnungswoche gingen.
Heimlich getrunken , denken die Kinder merken nix , ja so blöd hab ich auch gedacht, hab mir eingebildet es fällt nicht auf. Die Zeitbombe von der sie sprach.

Mein Gott ich will nicht in einer Betreuten-Wg landen, oder nur noch von dem Gedanken gesteuert, wo bekomme ich Alkohol her.

Ich muss zugeben ich war da auch schon gut dabei, abends noch schnell mal vorm abholen der Kids von irgendwo, einen Abstecher in ein Geschäft zu machen um 1,2 Flaschen Wein zu besorgen.
Lieber nirgends hingehen um daheim in Ruhe meinen Wein zu trinken, ach wie schön und gemütlich und den Frust runter spülen vom Tag.

Sucht ist nicht ein Durst der Kehle, sondern der Seele, hat er ja gut gesagt,

so kann ich s auch unterschreiben, also muß ich als nächste an der Seele ansetzen, weil nur mit Bac ist s nicht von Dauer , wäre auch zu einfach.

lieben Gruß an alle

Chrisi
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Re: Vorstellung

Beitragvon argentina » 27. Jan 2012, 00:33

Hi Chrisi, Margolotta und alle,

@ Chrisi, Kann dich da verstehen, mir sitzt vor allem auch das "Mutterdasein" nun erheblich im Nacken.

Interessant fand ich aber auch die Filmbeschreibung über den Film " Ein Licht in der Nacht". Wo beschrieben wird das eine Erfolgreiche Frau nach der Pension dem Alk zu Grunde fällt. Das erinnert mich sehr an meine Oma, die nach dem Tod von meinem Opa sich in binnen 2 Jahren in den Tod gesoffen hat. Getrunken hat sich auch vorher, aber "normal"....danach gab es keinen halt mehr.

Ich meine hier schon mehrfach herausgelesen zu haben das "die Mütter" unter uns nach der Geburt angefangen haben zu trinken - bei mir ganz sicher - nicht gleich danach, aber ca. 2-3 Jahre später. Nur Mutter dasein und sonst nichts, plötzlich ist man nicht mehr wichtig, ist nur noch Mutter...

@ Margolota,

Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen meine Zweifel ob das nur Genbedingt ist. Mit 28 schon am Ende zu sein?? Aber gut alles ist möglich, mich überrascht mittlerweile gar nichts mehr!

Lg Grüße, Argentina
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Re: Vorstellung

Beitragvon Margolotta » 27. Jan 2012, 07:03

argentina hat geschrieben:@ Margolota,

Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen meine Zweifel ob das nur Genbedingt ist. Mit 28 schon am Ende zu sein?? Aber gut alles ist möglich, mich überrascht mittlerweile gar nichts mehr!



Ganz so war das nicht gemeint. Es liegt natürlich nicht nur an den Genen. Es ist selbstredend ein Unterschied, ob ich mir jeden Abend eine Flasche Schnaps oder doch "nur" eine Flasche Wein genehmige. Allerdings, wie lange ich das eingermaßen gut vertrage, ist eine Frage der körperlichen Gegebenheiten. Darauf wollte ich hinaus. :wink:

LG Margolotta
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Re: Vorstellung

Beitragvon dphn » 27. Jan 2012, 09:16

Körperliche Schäden vom Alkohol sind natürlich genetisch bedingt. Ich bin organisch soweit fit geblieben, dafür tropft mir meine Gehirnmasse bald aus den Ohren, wenn ich weitersaufe. Ich habe in erster Linie psychische Schäden davon getragen, die inzwischen eine gute Besserung erfahren haben.
Bei mir war es ja nicht permanent massives Saufen. Bei mir haben sich derbe Abstürze immer abgewechselt mit Zeiten, wo ich halbwegs moderat getrunken habe. Meine Suchtentwicklung lief langsam und schleichend über einen sehr langen Zeitraum. Es gab allerdings nie eine Trockenzeit.
Die 28jährige in dem Film hat mit Sicherheit einige Jahre richtig massiv getrunken. Jeden Tag zwei Pullen Wodka wirken wohl noch anders. Ich hielt mich überwiegend an Bier und Wein und soff so für den letzten Kick dann noch was hartes. Ich wusste genau, warum ich mich so verhielt. Sobald ich an der Wodka-Pulle nuckelte soff ich sie leer und noch einige Bier dazu. Ein Entzug davon war grausam und das hatte ich einige Male durch.

LG
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Re: Vorstellung

Beitragvon dphn » 27. Jan 2012, 18:40

Habe den ARD Film "Wie ein Licht in der Nacht" damals mitgeschnitten und ihn "webtauglich" gemacht. Wer ihn ansehen möchte, bekommt einen Link per PN.

LG
Dirk
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Re: Vorstellung

Beitragvon Margolotta » 27. Jan 2012, 19:39

Hallo Dirk,

Du bist doch heute mit Bac gestartet, richtig? Wie geht es Dir denn damit? [twiddle]

LG Margolotta
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