Vorstellung

Re: Vorstellung

Beitragvon Haddock » 20. Jul 2010, 21:28

Hallo Ute

Ich bin grad absolut im Umzugsstress, meine Wohnung ist das reinste Kisten- und Ikea-Schrankwände Labyrinth, und am Freitag geht's los. Darum melde ich mich erst jetzt und werde vermutlich wieder etwas Zeit brauchen, um wieder zu posten. Aber danke schon mal vorweg für Deine Antwort!!

Zu Deiner Frage, was/welche meine Ängste sind: Hauptsächlich Versagens und Existenzängste in dem Sinne, als dass ich zwar einen Hauptschulabschluss mit einer Kaufmännischen Lehre hinterher irgendwie gemeistert hatte. Dann bin ich vor 13 Jahren als Quereinsteiger in die Informatik eingestiegen und da bin ich nun, mit eineger Erfahrung aber ohne weiteren Abschluss (Microsoft Zertifikat etc., eben alles was man so bräuchte um gute Stellen zu kriegen). Also ich verkaufe mich ganz gut und wirke offenbar überzeugend, wenn ich mich irgendwo vorstellen darf. Aber, auch ich werde nicht jünger und habe inzwischen so meine Lohnvorstellungen, die ich oft auch kriege. Nur, wenn man älter wird, dann wird auch genauer hingeguckt. Ach, aber das würde jetzt Seiten in Anspruch nehmnen, dass alles zu beschreiben... Kurzum, ich habe sehr oft Angst, mal ohne Job dazustehen und die Lösung wäre, einen Abschluss, mal ein gscheites Zertifikat (bestehend aus ca. 6000 Seiten technischer Bücher lesen und Prüfung bestehen) zu machen. Aber da ich da bis jetzt immer versagt habe, graust mich davor - das ist einer meiner Lebenssysphorien, wie Ameisen das woh nennen würde. Zudem habe ich mit zweitem Kind ja erstmal eh keine Zeit dafür.

Beim Psychologen war ich lange (ca. 2 Jahre regelmässig), freiwillig, weil ich einfach mal mich selber etwas hinterfragen wollte. Es stimmt, ich musste 3 x den Doktor wechseln, bis ich einen fand, den ich auch kompetent fand und vor allem, bei dem ich den Eindruck hatte, dem kann ich nichts vormachen. Ich fand es sehr wichtig, dass man den Psychologen auch repetiert, sonst bringt das ganze nicht viel. Aber ich glaube, Du hättest absolut nichts zu befürchten, warum auch? Im Gegenteil, praktisch jede Sitzung war extrem interessant und irgendwie befreiend. Ab und an natürlich, merket man, dass man da und dort etwas an sich arbeiten sollte, das kann teilweise etwas belastend sein, weil man nicht weiss wie! Aber dafür ist der Psychologe ja da, der hilft einem genau da dann und zwar - wie ich erfahren habe - auf sehr freundschaftliche und gewinnende Weise. Für viele Leute hat der Besuch beim Psychologen und auch beim Psychiater schon was mit einem negativen Eingeständnis zu eigenen Schwäche zu tun. Aber warum eigentlich? Jeder Mensch, absolut jeder hat doch Schwächen. Eigentlich müsste man sich viel öfters mal abklären lassen, es tut nämlich wirklich gut. Unheimlich brauchen sie Dir wirklich nicht zu sein und wen was "hochgewühlt" kommt, wie Du schreibst, dann bist Du in besten Händen, das dann auch professionell Ver- und Bearbeiten zu können. Überlege Dir doch nochmals, wie gesagt, es wirkt sehr befreiend. Und wenn's der Falsche ist, dann kann man das auch sagen, das muss ein Psychologe verstehen. (also meine ersten beiden haben es besser verstanden, als ich es erwartet hätte, waren immer freundliche Abschiede).

Ich muss schon wieder weitermachen mit Kistenpacken, sorry!

Kleine Frage als letztes noch, das frage ich mich immer wieder: Ist es eigentlich auch möglich, das Bac nur Abends in hofer Dosis (sagen wir mal 40-50mg) auf einmal zu nehmen? Ich habe das noch nirgends gelesen, aber manchmal frage ich mich, ob das bei mir nicht funktionieren würde. Tagsüber habe ich eh nie getrunken (ausser mal beim Grillen, ok, aber dann wie die anderen, eher moderat).

Lieber Gruss aus Zürich

Haddock [hi_bye]
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Re: Vorstellung

Beitragvon Haddock » 20. Jul 2010, 21:32

Sorry wegen der vielen Tippfehler...bin gedanklich noch bei meinen Zügelpendenzen... [wacko]
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Re: Vorstellung

Beitragvon unbewohnt » 21. Jul 2010, 20:24

Tachchen Haddock, [hi_bye]

ach herrje, das klingt nach viel Arbeit bei Dir. Mach Dir keine Rübe, der Umzug geht vor und Du schreibst halt wieder, wenn Du fertig bist und den Kopf frei hast. No Stress!!! Hier geht keiner verloren (meistens jedenfalls [mocking] ) und man muss Prioritäten im Leben setzen. Ich drücke die Daumen, dass Ihr alles ohne große Verluste über die Bühne kriegt.

*Haddock: Ist es eigentlich auch möglich, das Bac nur abends in hoher Dosis (sagen wir mal 40-50mg) auf einmal zu nehmen? Ich habe das noch nirgends gelesen, aber manchmal frage ich mich, ob das bei mir nicht funktionieren würde. Tagsüber habe ich eh nie getrunken (außer mal beim Grillen, ok, aber dann wie die anderen, eher moderat).*

Hmmm… [unknown] , die Frage kann ich Dir nicht beantworten, weil ich ja ein braves Mädchen bin und mich an des Doktors Anweisungen halte, also alles schön über den Tag verteilt einnehme. Ich bin ja auch eine Abendtrinkerin und hatte diesen Gedanke ebenfalls schon im Kopf. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man am Abend, so auf den Plötz, bei 40-50 mg nicht nur eine Wattewolke im Kopf hat, sondern auf einem Meer daraus liegt [wacko] ? Ich glaube, die Frage müssen wir mal an die Jungs hier weiter delegieren. Mr. Baclo oder fets oder craving, sagt Ihr mal was dazu? Ihr habt doch auch schon allerlei ausprobiert. Ich bin da jetzt nicht kompetent, es würde mich aber auch mal interessieren. [twiddle]

Nun und was den Psychologen angeht, da brauche ich erst einmal eine neue Überweisung, die laufen ja hier immer quartalsweise ab und ich war nicht unglücklich, als meine nicht mehr galt. [nea] Auf der anderen Seite klingt das, was Du dazu schreibst, gar nicht schlecht. Na ich muss mir das noch einmal überlegen. Nächste Woche muss ich erst einmal wieder zum Schilddrüsenarzt, da funktioniert wohl auch irgendwas nicht so, wie es soll. Schau mer ma…

So, nun pack Du erst einmal in aller Ruhe Deine Kisten ein und wieder aus. Bis danach....
Ciao, ciao. Ute [hi_bye]
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Re: Vorstellung

Beitragvon Haddock » 8. Nov 2010, 22:50

Hallo allerseits

Ich bin's wieder mal, Haddock. Bin eingerichtet, der 2. Sohn ist wohauf und ein süsser kleiner Knoppel. Mir geht es auch gut. Bin mit dem Bac allerdings noch immer nicht so weit, wie ich es gerne hätte. Dümple bei 76mg/Tag rum und trinke damit immer noch meine 0.2dl Wein abends. Und wenn am WoE werdens auch mal 0.2 Wein und ein Bier. Aber mehr nicht. Trotzdem ist die Freude am Alk am Abend noch zu präsent. Auch wenn's massiv weniger geworden ist durch das Bac, ist es noch immer zu viel für mich. Aber ich lebe und schlafe eher früh ein (das Gute-Nacht-Rausch-Zwangstrinken ist mit ganz sentenen Ausnahmen weg. Und wenn's doch mal passiert, dann sind ist es ca. 1x/Monat, wo ich 3dl Wein und ein grosses Bier trinke).

In meinem anderen Thread schrieb ich, das schon alles, aber niemand hatte geantwortet. Habe ich was falsches gesagt oder sind alle mal kurz für ein paar Monate in die Karibik geflogen für'n Urlaub?

Ute, bist Du noch da? Und wenn ja, wie war Dein Termin beim Schilddüsenmechaniker?

LG, Haddock

PS: Ich habe wieder angefangen, mehr Bac zu nehmen. Morgen 44mg, Abends 44mg. Mal gucken, wie sich das entwickelt. Wenn ich übrigens ein BAC vor dem Einschlafen zusätzlich nehme (12mg), dann schlafe ich so grottenschlecht, wie wenn ich einen Joint gekifft hätte. Wache dauernd auf, habe Durst wie ein Kamel und schaffe es beinahe nur robbend aufs Klo zum pinkeln vor lauter Schwindel. Irgendwie will mein Körper nicht mehr als an die 90mg Bac, scheint mir.
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Re: Vorstellung

Beitragvon Ringo » 10. Nov 2010, 08:37

Hallo Haddock,

das ist ja toll, dass wir mal wieder was von Dir und Deinem Knoppel hören! Habe zwischenzeitlich auch die für norddeutsche Ohren fremd klingenden "Pendenzen" entschlüsseln können, hatte mir keine Ruhe gelassen: unerledigte Aufgaben :wink: .

Mit dem Schlafen ists bei mir so, dass ich seit ich Bac nehme, phantastisch durchschlafe, als ich meinen Höhepunkt mit 110 mg hatte, war ich abends so müde, dass ich meist schon gegen 21.00 Uhr ins Bett fiel.

Bin jetzt bei 80 mg und schlafe immer noch gut. Mir scheint, Deine Erfahrungen bzgl. Schlaf sind etwas atypisch.

Wie sind die Erfahrungen von Euch anderen?

Habe auch noch mal nachgelesen, dass Du im August einen Ohnmachtsanfall hattest und damals wohl auch recht niedrigen Blutdruck. Hältst Du den Blutdruck noch unter Kontrolle? Haben sich Ohnmachten wiederholt?

Eigentlich fällt mir nur folgendes ein: laaangsam runterdosieren, bis Du keine Nebenwirkungen mehr verspürst und dann so laaangsam aufdosieren, dass Du frei von Nebenwirkungen bleibst bis Du das Gefühl verlierst, dass Dir abends noch etwas fehlt. Na ja, ob das richtig ist, weiss ich natürlich auch nicht.

Aber den Blutdruck und den Ohnmachtsanfall würde ich schon mal mit dem Arzt besprechen.

LG

Ringo
Zuletzt geändert von Ringo am 11. Nov 2010, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vorstellung

Beitragvon Ringo » 10. Nov 2010, 11:43

möchte nochmal folgendes nachschieben:

http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe ... ent-10.htm

insbesondere:

"Keinesfalls darf zusammen mit Baclofen Alkohol konsumiert werden, da die Wechselwirkungen mit Alkohol unvorhersehbar sind...."

Vielleicht liegt dort das Geheimnis.


Ringo

PS.: habe schon gemerkt, dass der Link nicht klappt, bitte Baclofen,Nebenwirkungen und Alkohol googeln; ihr müsstet dann auf der richtigen Seite von Onmeda landen
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Re: Vorstellung

Beitragvon Haddock » 10. Nov 2010, 21:57

Ja, das mit der Ohnmacht war ein Anfängerfehler! Ich habe ein Glas Wein (nicht mal 0.5dl!!) getrunken, langsam genippt, als das Bac sich bemerkbar machte. Dann hats mich grad aus den Latschen gekippt! Seither isses nicht mehr passiert, ich weiss jetzt, dass Bac & Alk sich wirklich nicht mögen :)

PS: Wegen den "Pendenzen", ja meine Frau meinte auch, dass wäre auch in Bayern kein bekannter Ausdruck. (soviel zu meinem sauberen Hochdeutsch [biggrin] )
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