Hallo liebe Forummitglieder,
ich habe mir Euer "Treiben" nun einige zeit angeschaut und nun den Mut gefunden, mich hier anzumelden.
Ich bin 38 Jahre alt und trinke nun schon ziemlich lange. Ich wollte mir das nie eingstehen, aber ich spüre immer mehr, dass etwas bei mir nicht stimmt.
Prinzipiell und nach außen hin ist mein Leben völlig in Ordnung, ich habe einen super Job, bin Managerin in einem großen deutschen Unternehmen, verdiene ganz gut, habe eine schöne Wohnung, viele Bekannte, welche auch immer gerne mit mir weggehen, mit mir "einen heben", Spaß haben, ich habe immer wieder den Eindruck, dass keiner merkt, was mit mir los ist.
Ich trinke grundsätzlich nie tagsüber, immer erst nach Feierabend, wenn ich dann zuhause bin und weiß, dass nichts mehr ansteht. Dann mache ich mir eine Flasche Wein oder auch zwei auf und lasse den Tag ausklingen. Hatte aber auch schon wesentlich schlimmere Zeiten, in denen ich mehr als zwei Flaschen Wein, sogar Schnaps, getrunken habe. Trotz allem ist es mir immer gelungen, morgens aufzustehen und zu funktionieren, aber gerade da liegt mein Problem: Ich funktioniere nur noch, merke, dass mir die Trinkerei immer weniger gut tut und weiß einfach nicht, was ich dagegen tun soll. Mir gelingt es immer wieder, mehrere Tage am Stück nichts zu trinken, aber dann überkommt mich wieder die Lust und ich fange an, was mich jedes Mal aufs Neue frustriert.
Bin beruflich auch oft unterwegs, in Hotels, bei Geschäftsessen, da ist es einfach ganz normal. dass etwas getrunken wird.....
Nun habe ich mir das Buch von Olivier Ameisen gekauft und gelesen und frage mich, ob Baclofen auch für mich eine Lösung sein könnte?
Liebe Grüße Maria

. Ich finde es sehr gut, dass Du Dich angemeldet hast, es ist ja doch mit einer gewissen Selbstüberwindung verbunden
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, aber jetzt ist eine enorme Last von mir runter, weil ich das "Geheimnis" nicht mehr alleine schleppen muss. Dass ich meine Trinkgewohnheiten nicht mehr in den Griff bekam, wusste ich schon lange, aber ich wollte es nicht sehen, obwohl das Problem mehr als deutlich vor mir stand. Wie fets schon sagte - warum kauft man sich wohl dieses Buch...? Ich konnte das Trinken immer einigermaßen steuern, je nachdem, was im Alltag noch so anstand. Auch bewusstes Aussetzen für eine festgelegte Zeit ging, aber die Rückfälle sind schon vorprogrammiert, es war immer nur eine Frage der Zeit und der Alkohol hat einen wieder "abgeholt"
.
. Um mich herum haben heute alle Bier getrunken, das ging den ganzen Tag, schon im Zug unterwegs fing es an (Fußballspiel in Berlin - ätzend). Ich konnte zwar dann bei meinen Leuten zum Belohnungsbier "nein" sagen, aber verlockend war es schon. Na ja, morgen bin ich endlich mal wieder einen ganzen Tag zu Hause und kann mich entspannen. Da fasst mich die Verlockung nicht an. ![boredom [boredom]](http://www.baclofen-forum.com/images/smilies/boredom.gif)
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