Burnout

Re: Burnout

Beitragvon craving » 8. Sep 2010, 09:49

als work-aholic hatte ich auch mit dem Thema Burnout zu kämpfen.
Das Problem ist die Prioritätensetzung. Alles hat die gleiche Wichtigkeit und muss sofort erledigt werden.
So arbeitete ich wie 2-3 Personen. Die Lösung war damals mich komplett von der Firma abzukapseln, und jemanden anderen übernehmen zu lassen. Danach konnte ich mit Prioritätensetzung und klaren Strukturen mein Tätigkeit organisieren.
Mittlerweile versuche ich meist nur 8 Stunden am Tag zu arbeiten und wenn etwas anfällt zu machen, es auf morgen zu verschieben wenn möglich. Das klappt ganz gut, weil ich es dann auch wirklich am nächsten Tag mache.
Mein Alltag ist nun viel ruhiger und ich habe auch meine innere Ruhe.

Baclofen hat dieser inneren Ruhe sehr geholfen.
seit 23. Apr 2009 : The Sinclair Method (TSM) - fehlgeschlagen
seit 16. Jän 2010 : trocken - nehme nur Baclofen
seit 22. Mai 2010 : Baclofen gegen Angstzustände

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Re: Burnout

Beitragvon piet » 8. Okt 2010, 08:37

Hallo,

ich habe jetzt doch einen Arzt gefunden, der mich aus diesem Hamsterrad rauszieht. Ich glaube, wenn man wirtschaftlich derart unter Druck steht, daß man täglich funktionieren muß, körperlich und geistig aber zusammen bricht, ist Baclofen die falsche Wahl. Bei mir war das nicht so, daß ich alles zu wichtig nahm, sondern es sind tatsächlich täglich Dinge angebrannt, die mir einen haufen Ärger einbrachten, weil ich mich einfach nicht mehr auf irgendwas konzentrieren kann. Wenn man das nicht mehr schafft, was einen Kopf und Kragen kostet, dann kommt man da nicht mehr raus mit netten Gesprächen. Ich mache jetzt allem ein Ende, schließe meine Firma, gebe mein Haus mit Garten auf, ziehe in eine neue Stadt, ohne Pläne und auch ohne Perspektive. Selbst das würde mich im Moment zu stark belasten. Die einzige Perspektive ist die Tagesklinik, wo ich im Moment auf einen freien Platz warte und das Krankengeld, was ich jetzt beantragen muß und was mich hoffentlich wirtschaftlich für eine Übergangszeit absichert. Ich glaube aber auch, daß ich meine eigene Not erst mit Hilfe von Baclofen so richtig erkannt habe und mich auch wieder für mich einsetzen konnte. Baclofen hat mir also zumindest ein Stück Klarheit der Gedanken und Kampfeswille gegen Ärzte, die mich nicht ernst nehmen, zurück gegeben. Ich bin aber froh, daß ich Baclofen nun nicht mehr nehme. Vielleicht mache ich einen neuen Versuch wenn mein Alltag wieder entspannt ist. Jetzt brauche ich erstmal ein völlig neues Lebenskonzept.

Gruß, Piet
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Re: Burnout

Beitragvon Ringo » 8. Okt 2010, 14:28

Hallo Piet,

habe alles zu Deinem Thema gelesen und weiss offengestanden nicht, ob man Dir gratulieren kann, dass Du einen Arzt gefunden hast, der Dich aus dem Hamsterrad rausholt, oder Dich bedauern muß, dass Du die Firma, das Haus (und die Famile?) aufgeben mußt. Wahrscheinlich beides.

Dass täglich was anbrennt, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, kenne ich auch. Weiss allerdings nicht so genau, wo der Burnout anfängt.

Lieber Piet, hoffe, dass Du Dein völlig neues Lebenskonzept bald findest und umsetzen kannst.

LG

Ringo
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