von piet » 8. Okt 2010, 08:37
Hallo,
ich habe jetzt doch einen Arzt gefunden, der mich aus diesem Hamsterrad rauszieht. Ich glaube, wenn man wirtschaftlich derart unter Druck steht, daß man täglich funktionieren muß, körperlich und geistig aber zusammen bricht, ist Baclofen die falsche Wahl. Bei mir war das nicht so, daß ich alles zu wichtig nahm, sondern es sind tatsächlich täglich Dinge angebrannt, die mir einen haufen Ärger einbrachten, weil ich mich einfach nicht mehr auf irgendwas konzentrieren kann. Wenn man das nicht mehr schafft, was einen Kopf und Kragen kostet, dann kommt man da nicht mehr raus mit netten Gesprächen. Ich mache jetzt allem ein Ende, schließe meine Firma, gebe mein Haus mit Garten auf, ziehe in eine neue Stadt, ohne Pläne und auch ohne Perspektive. Selbst das würde mich im Moment zu stark belasten. Die einzige Perspektive ist die Tagesklinik, wo ich im Moment auf einen freien Platz warte und das Krankengeld, was ich jetzt beantragen muß und was mich hoffentlich wirtschaftlich für eine Übergangszeit absichert. Ich glaube aber auch, daß ich meine eigene Not erst mit Hilfe von Baclofen so richtig erkannt habe und mich auch wieder für mich einsetzen konnte. Baclofen hat mir also zumindest ein Stück Klarheit der Gedanken und Kampfeswille gegen Ärzte, die mich nicht ernst nehmen, zurück gegeben. Ich bin aber froh, daß ich Baclofen nun nicht mehr nehme. Vielleicht mache ich einen neuen Versuch wenn mein Alltag wieder entspannt ist. Jetzt brauche ich erstmal ein völlig neues Lebenskonzept.
Gruß, Piet