Burnout

Re: Burnout

Beitragvon piet » 22. Aug 2010, 23:00

Hallo,

ihr seid ja scheinbar alle hier, obwohl es euch psychisch topp geht. Alles nur Makkulatur, oder wie? Mir geht es jedenfalls nicht gut und ich habe mal irgendwo gelesen, daß man dann auch mal dazu neigen kann, eine ganze Menge negativ zu sehen. Aber das ist euch wohl egal. Laß den doch verkümmern, der meldet sich dann irgendwann eh nicht mehr. Wenn ich sehe, wie leicht ein Julian, eine Anna oder 21 junge Menschen in Duisburg sterben, bleibt mir Baclofen im Hals stecken. Was für ein armes Licht bin ich denn im Vergleich zu denen.

Ich habe ein Muskelzucken im rechten Augenlid. Das hatte ich noch nie, liegt also definitiv an Baclofen? Ich fühle mich fitter, aber noch lange nicht auf der Höhe. Ich hatte zwei Kilo abgenommen und habe sie nun schon wieder drauf. Alles nur vorübergehend. Mir passieren die unglaublichsten Dinge. Ich war noch nie ohne Geld einkaufen, habe noch nie etwas auf dem Herd vergessen, das kommt jetzt alles vor. Aber noch keine Unfälle bis jetzt.

Zu den Fragen, die andere hier gestellt haben. Juckreiz hatte ich auch noch nicht. Andalusienshop ging bei mir total easy. Ich weiß nicht mehr genau, aber ich glaube ich habe Vorkasse überwiesen. Ein paar Tage später waren die Tabletten da und ich bekam auch mehrere E-Mails über den Status. Das Gefühl, daß irgendwas fehlt, habe ich täglich und finde auch keine Ersatzbefriedigung. Weder Chips, noch Pistazien oder Alkohol können einen ausgeglichen machen.

Aber mir antwortet hier auch niemand mehr. Hier ist es so einsam daß es hallt von den Wänden.

Euer(?) Piet
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Re: Burnout

Beitragvon Tacheles » 24. Aug 2010, 11:47

Hallo Piet,

ich bin auch betroffener hinsichtlich Burnout und Angst/Panik. Mich würde interessieren, was Baclofen hier ausrichten kann und würde mich über eine Diskussion sehr freuen.
Leider kann ich gerade nicht mehr schreiben, aber ich werde mich wieder melden und etwas näher auf die Sache eingehen.

Bis bald,
Tacheles
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Re: Burnout

Beitragvon piet » 25. Aug 2010, 22:05

Hallo,

ich muß morgens erstmal aufwachen und schauen, was ich mit dem neuen Tag so anfangen kann. Manchml dauert das bis ein oder zwei Uhr Mittags. Am Abend vorher ist mir der nächste Tag noch zu fremd. Kennt ihr das?

Piet
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Re: Burnout

Beitragvon piet » 29. Aug 2010, 21:26

Hallo,

mittlerweile bin ich auf 3x 25mg, aber ich stopfe immernoch alles in mich hinein. Was denkt ihr,wie hoch muß ich gehen?
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Re: Burnout

Beitragvon Mr.Baclo » 30. Aug 2010, 07:21

Guten Morgen Piet

Hab eben mal schnell deine beiträge überflogen!So richtig schlau werde ich da nicht draus...
Trinkst du noch?und aus was für einem grund nimmst du Bac?
Bac hilft bei einigen sachen....aber dein leben wirt es nicht aufreumen!!!da musst du selber ran.
Hast du schon mal an eine psychologische Begleitung gedacht?

LG
Baclo
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Re: Burnout

Beitragvon piet » 4. Sep 2010, 21:01

Hallo,

mir ist so schwindelig, ich habe ein taubes Gefühl am ganzen Körper und einen Brummschädel. Ich nehme im Moment 3x 25mg und dosiere nun wieder runter, weil es nicht mehr anders geht. Ich bin immernoch ausgebrannt, kann mich auf nichts konzentrieren. Das Sodbrennen ist komplett weg, ich habe weniger negative Gedanken, aber die Leistungsfähigkeit ist dadurch nicht wieder zurück gekehrt. Meine Hände und Füße fühlen sich sehr warm an, nachdem ich die Tablette genommen habe. Scheinbar wird die Durchblutung gesteigert. Über Libidoveränderungen habe ich nichts bemerkt, wo nichts ist... Ein oder zwei Bier am Abend trinke ich immer noch, daran hat Baclofen nichts geändert. Aber dieser ewige Brummschädel kommt immer, nachdem ich eine Tablette genommen habe, bleibt drei bis vier Stunden und verschwindet dann wieder. Ich habe schon Angst, die nächste Tablette zu nehmen, weil dann der Schwindel und das taube Gefühl im ganzen Körper wieder kommen. Daß die Finger und Füße warm werden fühlt sich gut an, aber es ist verbunden mit Taubheit und Schwindel.

@ Baclo,

was verstehst Du denn nicht, ich habe Burnout, habe ich doch geschrieben. Warum überfliegst Du eben mal schnell und liest nicht? Ich verstehe nicht, warum hier niemand einfach mal meine Fragen beantwortet. Zu Deiner Frage: Ich habe in einer Zeitspanne von acht Jahren vier Psychologen und drei Hausärzte hinter mir. Auf den Weg zum Burnout befinde ich mich seit 2 Jahren. Ich habe es aber erst vor wenigen Wochen realisiert, weil dann wochenlang nichts mehr ging. Ich konnte nichtmal mehr die Treppe hoch. Die Ärzte haben alles mögliche Untersucht, aber keine Medikamente, nur Zink, Vitamine und Blödsinn. Ich muß jetzt selber probieren. Das ewige "das wird schon wieder" oder "mir ging das genau so" kann ich mir nicht mehr geben. Ich bin auch jetzt nach acht Jahren zu schwach mir einen vierten Hausarzt zu suchen, dann geht das alles von vorne los.
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Re: Burnout

Beitragvon craving » 5. Sep 2010, 13:32

ich probiere hier mal auf alle Fragen (mit Fragezeichen "?") einzugehen.

Ich habe ein Muskelzucken im rechten Augenlid. Das hatte ich noch nie, liegt also definitiv an Baclofen?


wenn ich Muskelzuckungen gehabt habe, dann war das nicht wegen Baclofen. Nimmst du Vitamintabletten? Ich nehme jeden Tag eine konzentrierte Tablette, da ist auch viel Magnesium drinnen, was gegen Muskelzuckungen hilft.

ich muß morgens erstmal aufwachen und schauen, was ich mit dem neuen Tag so anfangen kann. Manchml dauert das bis ein oder zwei Uhr Mittags. Am Abend vorher ist mir der nächste Tag noch zu fremd. Kennt ihr das?


Ich bin selber sehr eingespannt und war früher ein richtiger work-aholic - von dem kommt übrigens auch meine Erfahrung mit burn-out. Ich denke du hast auch in der Vergangenheit sehr hart gearbeitet, was dann zu deinem Burnout geführt hat.

mittlerweile bin ich auf 3x 25mg, aber ich stopfe immer noch alles in mich hinein. Was denkt ihr,wie hoch muß ich gehen?


ich war auf 300mg pro Tag. Selbst bei Spastik für das Baclofen routinemässig verschrieben wird, sagt nicht der Arzt wieviel du davon einnehmen musst. Auf dem Rezept wird nur stehen wieviel maximal, in welchen Schritten man erhöhen muss und sobald sich eine Linderung der Symptome einstellt bleibt man auf der Dosis.


Bitte gedulde dich mit Baclofen. Natürlich ist es eine neue Medikation für dich. Jedoch nicht alles was dir jetzt passiert hat was mit Baclofen zu tun. Insgesamt ist Baclofen sehr nebenwirkungsarm und wird aus diesem Grund auch in Spanien ohne Rezept verkauft. Asperin im Vergleich dazu gehört eigentlich unter rezeptpflicht gestellt!

Wenn du spezifische Fragen hast kannst du auch ein neues Thema aufmachen in dem dann genau darüber geredet werden kann. Ich schaue ab und zu in diesem Thema vorbei, wenn du deine Frage klar stellst mit "?" werde ich natürlich versuchen diese zu beantworten.

Wünsche dir alles gut.
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Re: Burnout

Beitragvon piet » 5. Sep 2010, 16:18

300mg, wo bekommt man denn so viele Pillen? Das höchste was ich gesehen habe sind 30x25mg, also hättest Du die Packung in 2 1/2 Tagen leer gehabt, oder gibt es auch 100mg Tabletten? Ich bleibe also für Mo, Di, Mi, erst mal bei 3x täglich einer viertel Tablette und erhöhe dann am Donnerstag auf 3x eine halbe, richtig verstanden? Und von Sonntagmorgen an 3x dreiviertel. Was passiert denn bei Überdosierung?
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Re: Burnout

Beitragvon craving » 5. Sep 2010, 16:31

Ich kenne keine größere Pillengröße als 25mg.

Ich habe 5-6 mal am Tag 50mg eingenommen. Habe versucht zwischen jeder Einnahme ein wenig Zeit zu lassen.
Zu dieser Zeit war ich allerdings sehr manisch. Schlief im Durchschnitt 3-4 Stunden pro Nacht und war nicht müde.
Ich würde so eine Erhaltungsdosis nicht verwenden, sondern wollte nur sichergehen, den "Switch" komplett erreicht zu haben - also den Punkt wo die Gleichgültigkeit auf Alkohol eintritt.

Bei 300mg pro Tag braucht man 12x25mg Tabletten pro Tag. 2 1/2 Tage pro Packung Lioresal ist richtig. Ich habe mir damals ein richtiges Lager an Lioresal Tabletten angelegt. Hatte meist 10-15 Stück Packungen zu Hause.

Man sollte auf keinen Fall einfach so mit Baclofen aufhören. Also musste ich sicherstellen, daß ich genügend Vorräte hatte. Hab die Vorräte jetzt etwas gekürzt weil ich nicht mehr so viele nehme, habe aber sehr viel mehr Tabletten als was ich brauche - zur Sicherheit.

Baclofen in Tablettenform kann man nur sehr schwer überdosieren. Solange du die Dosis langsam steigerst (und auch langsam runterfährst) kann dir nichts passieren. Die Höchstdosis von 300mg pro Tag sollte nicht überschritten werden, ich habe aber schon von Leuten gelesen die den Switch bei 400mg hatten.

Einfach solange raufdosieren bis du dich besser fühlst. Baclofen funktioniert wirklich. Meine 233 AF Tage sind Zeuge, und ich hatte in diesen Tagen nur 2 mal das verlangen Alkohol zu trinken, und bei beiden malen war ich selber Schuld, weil ich Baclofen zu schnell reduziert hatte!!

Wünsche dir alles gute.
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Re: Burnout

Beitragvon twalker » 8. Sep 2010, 05:24

zum Thema Burnout
ich selbst habe meinen Stress und Überanstrengungen sehr stark mit Alkohol"bearbeitet",
Vom Alk bin ich jetzt weg. aber die Arbeit blieb lange Zeit die gleiche. Erst nach einer klaren Strukturierung der
Arbeiten habe ich langsam etwas mehr Ruhe. Ich nehme ncht mehr alle Dinge und Aufgaben so wichtig, so dass sie
unbedingt heute erledigt werden m ü s s e n. Ein Gespräch mit einem Freund hat mir dabei sehr geholfen meine
Arbeitswut zu bremsen. - Im trockenen "Zustand" fällt es mir auch wesentlich leichter bei Arbeit von "oben" mal
deutlich NEIN zu sagen was früher nicht so gut möglich war, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte.
Baclofen hilft mir gegen den Saufdruck. Die andern Probleme, die den Alk fördern konnte ich mit Freunden und ein
wenig Nachdenken mit klarem Kopf sehr stark entschärfen.
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