INVINUMVANITAS hat geschrieben:Die weitaus größere Hürde ist natürlich die psychische Abhängigkeit, denn Alkoholismus ist nun mal wie jede andere Suchterkrankung eine psychische Krankheit. Das menschliche Gehirn hat schlicht die Funktion zu lernen und das bedeutet eigentlich nichts anderes als Erfahrungen abzuspeichern und bei Bedarf wieder freizugeben. Ich weiss nicht wie lange Du schon trinkst, aber ich wette Du hast Deinem Gehirn oft genug beigebracht, dass Alkohol verbunden ist mit Entspannung, Geselligkeit, Spass, sozialen Kontakten, Fröhlichkeit etc. etc.
Soviel zu Thema "Suchtgedächtnis".
Es scheinen momentan ja wahre Gefechte darum umzugehen, ob es das nun gibt oder nicht.
Lokal zu verorten ist es wohl nicht. Es ist einfach das Dopamin/Serotonisystem/Adrenalinsystem in Dysbalance . Würdest du hier zustimmen?
Oder die HPA-Stressachse, die zu lange zu viel Cortisol produzierte, bis die Amygdala Daueranspannung/Angst signalisiert. Ist doch ne Veränderung der Hirnchemie, egal, welchen Namen man diesem Kind nun geben mag, wenn der Bewältigungsmechanismus nun "Sucht" heißt bei den jeweiligen Individuum, dann ist doch der Begriff "Suchtgedächtnis" legitim?
Dass die Existenz des Suchtgedächtnisses seit Neuestem abgestritten wird, ist mir unerklärlich.
Wie siehst du das?
LG Ginger

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