argentina hat geschrieben:Eigenliebe ist da vielleicht noch der beste Therapieansatz, sich und seine Fehler und Schwächen zu akzeptieren
Ja, darauf läuft's letzten Endes immer hinaus, oder? In the end, it's all about love.
Autonomie und Authentizität - und trotzdem geliebt werden? Geht das? Geht nicht, sagt meine - falsche - Erfahrung.
Meist hockt er daheim
und traut sich nicht 'raus.
Wenn er ist, wie er ist,
dann lachen's ihn aus.
Bald glaubt er's noch selber,
dass er krank und schlecht ist
weil die Engstirnigkeit
nach wie vor im Recht ist.
(aus: Konstantin Wecker, "Renn' lieber, renn', Übersetzung aus dem bayerischen von mir)
An dieser meiner falschen Erfahrung bin aber nicht ich Schuld.
Ich wäre ja gern, wie ich bin. Hat nur irgendwie immer nicht hingehauen. Vielleicht der Grund, warum die Meditation bei mir zur Zeit so gut greift: da kann ich eine Stunde lang einfach mal ICH in Reinkultur sein, wenigstens im Kopf.
Dieses permanente Gekämpfe und Gelüge und Gehänge und Gewürge der Saufnixen isses doch auch nicht. Das ist doch letztlich Feigheit vor dem Feind. Der Ansatz: ich schlucke bis ein mein Lebensende Baclofen und bin geheilt, ich kann sogar hier und da ein Piccolöchen... Nur wehewehe, ich setze es ab, dann kommt die "Trigger&Prost" - Nummer sofort zurück (danke @WarzoE für diesen Ausdruck!!
![clapping [clapping]](http://www.baclofen-forum.com/images/smilies/clapping.gif)
). Isses das?
Wie ein Kind, dass sich die Hände vor die Augen hält und laut singt, damit das Gespenst es nicht sieht.
Klappt nicht. Ich hab's probiert.
Nur, der Typ, der sich sehenden Auges kaputtsäuft, das ist halt auch nicht das echte ICH.
Autonomie geht nicht mit einer Flasche in der Hand, die mir genau diese Autonomie wieder nimmt.
Ich stehe hier und trinke, weil ich in meiner Entscheidung frei sein will.
Und ich will trinken, was mich organisch zerstört und mir die Freiheit der Entscheidung nimmt.
Wer dieses Säufer - Koan lösen kann: 'raus mit der Sprache.
Liebe Grüße @all
Willo