Erfahrungsbericht DonQuixote

Fuer eigene erfahrungs Berichte zu Baclofen und Alkohol

Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon DonQuixote » 30. Jan 2012, 16:15

Hallo Warzo

WarzoEcht:

... mein persönlicher Rekord liegt bei 90mg.



Mein persönlicher Rekord liegt bei 80 mg. Kuckst Du hier

Gruß DonQuixote
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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon GoldenTulip » 30. Jan 2012, 16:47

@DonQuixote/ Warzo

"Windmühlenmann geh' Du voran! " [biggrin]
Conny
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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon WarzoEcht » 30. Jan 2012, 17:40

@DonQuixote & GoldenTulip

Ich geb's ja zu: Ich bin zwischen die Windmühlenflügel geraten. Ich glaubte, mal etwas über Hochdosierer erfahren zu können, straight from the horse's mouth, habe ich doch vom Ameisenbuch gerade mal drei Seiten gelesen. "Errare warzum est."

LG warzo (Novize)

PS
Ich habe nochmal nachgeschaut: Bei mir waren's nur 85mg! :wink:
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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon DonQuixote » 9. Feb 2012, 14:32

Update vom 09.02.2012

Hallo erst mal

Ich habe meine Statistik angepasst und das Runtertrinken vor der Baclofen-Einnahme sowie, stellvertreten für die Jahre und Jahrzehnte davor, einen typischen Alltag meines Alkoholikerlebens mit aufgenommen.

Gruß DonQuixote

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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon DonQuixote » 11. Feb 2012, 10:17

Hallo erst mal

Ich hatte ja vor der Baclofen-Therapie öfters mal solche „Glasklaren Träume“, andere sagen auch Albträume dazu. Ich hatte eigentlich kein Problem damit. Manchmal war das sogar irgendwie unterhaltsam. Mit der Baclofen-Therapie sind die sofort und komplett verschwunden, so die ersten zwei, drei Wochen. Nun kommen manchmal wieder welche.

Vorgestern hatte ich aber einen Albtraum der ganz krassen Sorte. Ich manipulierte in meinem Haus an der Wasserleitung, es kam zu einem Rohrbruch und zu einer Überschwemmung. Ich kämpfte dagegen an, dann überkam mich Schwäche. Ich kroch aus dem Haus, und dort erfasste mich eine Schlammlawine, nur sehr langsam, etwa halbes Schritttempo. Plötzlich fand ich mich eingekeilt zwischen zwei anderen Körpern, alle drei waren wir in einer Art embryonalen Haltung. Den unter mir hielt ich zunächst für tot. Später hörte ich ihn dann leicht atmen, irgendwie röcheln. Der über mir war offenbar verletzt. Er sang leise und jämmerlich ein Afrikanisches Klagelied. Auf Französisch. Beide waren Afrikaner. In der Ferne sah ich mein Haus entschwinden und dachte an die Wasserschäden. Ich versuchte mich gegen die Schlammlawine zu stemmen, musste aber damit aufhören, weil mir die Beine vor Anstrengung schmerzten. Ich versuchte es immer wieder aber die anderen beiden waren zu schwer. Ich hatte keine Chance. Das Atmen unter mir hörte ich nicht mehr. Den über mir stieß ich an, er solle mit der Singerei aufhören und mir helfen. Er sang einfach weiter, etwas leiser, dafür in noch jämmerlicherem Ton als zuvor. Dann sah ich aus den Augenwinkeln Leute, Erwachsene und Kinder, alles Afrikaner. Sie schienen sehr aufgeregt und schrien wild durcheinander. Dann kamen weitere Leute, sie hatten Knüppel und sahen uns an. Ich dachte dass sie uns gleich erschlagen werden. Doch sie gingen weiter in die gleiche Richtung in die wir trieben. Wegen der anderen zwei unter und über mir und wegen des Schlamms konnte ich mich kaum bewegen. Das Singen über mir wurde unerträglich. Der unter mir röchelte wieder, diesmal schwer. Ich war lebendig begraben. Noch immer trieben wir langsam den Hang hinunter. Ich versuchte nochmals und mehrmals mich gegen den Strom zu stemmen bis mir die Beine wieder schmerzten und ich vor Erschöpfung aufgeben musste. Dann waren die Leute wieder da, diesmal trugen sie Schusswaffen. Die Stimmung war extrem aufgeheizt aber diesmal sahen sie uns nicht einmal a. Dann sah ich am Straßenrand noch einen Panzer und dann wachte ich auf.

Ich war fassungslos. Ich lag in derselben gekrümmten Haltung im Bett, unfähig mich zu bewegen. Es ging nicht. Ich konnte mich nicht rühren. No way. Ich versuchte meine Körperfunktionen zu checken. Kein Schweiß, keine Hitze, Atmung ok. Puls konnte ich nicht fühlen, konnte mich ja nicht bewegen, nur in mich hineinhorchen, schien aber auch ok. Kein Druck in der Brust. Ein vielleicht eingebildeter Phantomschmerz in den Beinen von der Anstrengung im Traum, das verging aber sehr rasch. Ich war weiter wie gelähmt und konnte mich nicht bewegen. Eine gefühlte Ewigkeit lag ich zusammengekrümmt so da. Vielleicht waren es fünf Minuten, vielleicht waren es zehn. Ich hatte keine Panik, aber ordentlich eingeschüchtert war ich schon. Manchmal dachte ich an die Leute von vorhin und hoffte dass sie nicht zurückkommen. Dann fiel mir auch der Wasserschaden wieder ein und ich war erleichtert, dass ja gar nichts passiert war, und dann konnte ich endlich aufstehen. Es ging gut, kein Schwindel und ich konnte sicher auftreten. Ich ging zunächst zur Toilette und dann ins Wohnzimmer. Ich hatte Angst davor, sofort wieder ins Bett zu gehen und dasselbe noch einmal zu erleben. Nach einer halben Stunde ging's und die Nacht verlief dann mit Tiefschlaf und ohne weitere Vorkommnisse.

Krass. Einfach nur krass. Der Traum auch, ja, aber vor allem, dass ich mich nach dem Aufwachen partout nicht mehr bewegen konnte. Kennt das jemand?

Fragt DonQuixote

Ach ja: Außer Baclofen (110mg/d) keine anderen Medikamente, wie gewöhnlich eine Dose (0,5 Liter) Bier vor dem zu Bett gehen.
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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon fetsecht » 11. Feb 2012, 12:08

ja die traeume sind schon krass, gemocht hatte ich sie nie wirklich.
aber nur beim ersten versuch waren sie da, beim 2 und 3 sah ich sie wohl nie, (mal nachschaute in meinem eigenen bericht)
warum sie nicht mehr da sind, keine ahnung, bin nicht ungluecklich darueber.
das mit dem nicht mehr bewegen...naja, ich schrieb letztens von froststarre. das gefuehl eingeschlafen zu sein und genauso wieder aufgestanden zu sein. gefuehlte 0 bewegung in der nacht. manchmal schlaf ich auch mitr dem laptop ein, der liegt dann auch noch auf mir, faellt nicht mal runter [mocking]

aber so wie du sagst, das du dich nicht bewegen kannst, obwohl du wach bist, das kenne ich nicht.
leider nicht.
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Meine Baclofen gegen Alkohol Statistik http://www.baclofen-forum.com/stats/fetsecht/
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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon argentina » 11. Feb 2012, 12:14

Hallo Don Q,

Ich hatte mal einen ähnlichen "Traumeffekt" am 2. Tag mit Bac, wo ich träumte das man auf mich schoss und ich mich im Traum "Tod" stellte, in der Hoffnung das man mir nicht den "letzten" Schuss verpassen würde. Dann wurde noch einmal geschossen und ich wachte auf, wusste aber nicht ob ich tot und lebendig war und ich konnte mich auch für kurze Zeit nicht bewegen, eher aber nur 1 Minute ungefähr. Ich hatte damals auch keine Angst oder so, ich glaube das war so eine Art Schockzustand da ich nicht wusste ob ich tot sei.

Genauso habe ich mal das Phänomen beschrieben das ich eine zeitlang beim einschlafen direkt kurz vorm einnicken den Gedanken Flash hatte das ich nicht mehr aufwachen würde, jedesmal kurz Minipanik und dann komatöser, traumloser Tiefschlaf. Das habe ich aber jetzt mit 75 mg nicht mehr, dafür träume ich jetzt recht wirr und immer sehr real. Merkwürdiger und gruseligerweise habe ich am Morgen oft das Gefühl das ich die Menschen aus dem Traum aus einem anderen Leben kenne, obwohl ich mich überhaupt nicht mit diesem Thema befasse, aber es ist mir jetzt schon 2 mal (innerhalb von 10 Tagen) passiert das ich am Morgen diesen "beklemmenden" Gedanken hatte. Komisch oder?

Lg Argentina
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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon GoldenTulip » 11. Feb 2012, 16:40

Hallo DonQuixote,

und dann wachte ich auf.
Ich war fassungslos. Ich lag in derselben gekrümmten Haltung im Bett, unfähig mich zu bewegen. Es ging nicht. Ich konnte mich nicht rühren. No way.


Einfach nur krass. Der Traum auch, ja, aber vor allem, dass ich mich nach dem Aufwachen partout nicht mehr bewegen konnte. Kennt das jemand?


Klarträume hatte ich reichlich, und erst, als ich mit Baclofen angefangen habe. Davor nie (wenn ich mal ein paar Flugträume vernachlässige, die mir auch sehr real vorkamen, oder eher ungewöhnlich)

Das minutiöse Erinnern an die Träume und das Erleben, in den Träumen gewissermaßen "aktiv" dabei zu sein, als auch, dass es kein wirres Durcheinander ist, sondern ein Erzählstrang beibehalten wird, ist schon beeindruckend.

Mich hat das mehr fasziniert als beängstigt (wobei meine Grundannahme ist, dass die Psyche nichts zulässt, was einen überfordert, sondern nur, was einem hilft).

Für Traumdeutung, Tarot, Jung'sche Psychologie, Märcheninterpretation etc. interessiere ich mich seit fast 30 Jahren, online das Beste, was ich kenne zur Deutung von Symbolen ist http://www.traumdeuter.ch, ehemals amanita.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass rein "archetypische" Interpretation zwecklos ist, es gibt immer eine persönliche Ebene, die mitschwingt, mehr noch, erst der unbewussten Ebene überhaupt Bedeutung verleiht.
Inhaltlich würde ich also die Deutungen betrachten und schauen, ob es in den eigenen Träumen einen roten Faden gibt.

Nun zu Deiner eigentlichen Frage.

Das sich nicht Rühren können.
Ich hatte in den Träumen folgende Phasen.
1. Traum selbst, 2. eine Art "Merkphase" dass ich träume inklusive Steuerung des Geschehens (Kennzeichen von Klarträumen per se), 3. Wunsch, den Traum zu beenden 4. Irritationsphase (da fällt m.E. Deine Starre rein) bin ich wach oder träume ich, eine Art Zwischenstadium und erst dann 5. ein echtes Aufwachen.

Danach wurde schlagartig die Realität wieder real, also auch kein Angstempfinden, wie bei "normalen" Alpträumen.
Ich hatte dann aber auch das Gefühl, nochmal brauch ich dass jetzt nicht wieder, eine Furcht, in der Art weiterzuträumen.
Vielleicht warst Du noch nicht richtig aufgewacht, sondern bist "zwischen den Welten" hängengeblieben.

Ich meine, die Haltung des Träumers redet mit, will ich's wissen/ mir anschauen oder (lieber noch) nicht, ob es mehr spannend oder furchteinflößen wirkt.

Liebe Grüße
Conny
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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon dphn » 11. Feb 2012, 22:00

ich erinnere mich an vergangene Jahre, wo ich sowas in der Art schonmal hatte. Ich habe öfters geträumt, dass ich mich in Irrgärten verlaufe und verfolgt werde, aber keinen Ausgang finde. Dann wurde ich wach und wollte das Nachtlicht einschalten um zu mir zu kommen, aber es ging nicht. Ich konnte mich nicht bewegen. Es war aber so, dass das Vorhaben mit dem Nachtlicht mit zum Traum gehörte und ich also noch schlief. Denke mal, das es bei dir auch so gewesen sein könnte. Ich habe sowas aber schon jahrelang nicht mehr. Manchmal Suchtträume, das letzte Mal ist aber auch schon lange her.
Mein Schlafverhalten ist normal. Manchmal stehe ich frühmorgens schonmal auf und rauche, weil ich so furchtbar nikotinsüchtig bin, aber das passiert nicht regelmäßig. Auch seit Bac gibts da bei mir keine Veränderung. Ich träume gelegentlich und weiss es kurz nach dem Aufwachen nicht mehr.

LG
Dirk
»Entscheide Dich, ob Du Leben oder Sterben willst. Nur darum geht es.«
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Re: Erfahrungsbericht DonQuixote

Beitragvon DonQuixote » 15. Feb 2012, 23:05

SCHRECKLICH!

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Immer häufiger kommt es zu schröcklichen Unfällen mit Windmühlen. Ich kann nur immer wieder predigen: Der Kampf gegen Windmühlen ist s e e e h h r r gefährlich und sollte ausgewiesenem Fachpersonal überlassen werden. Das ganze Video des – sorry - stümperhaften Anfängers gibt’s hier.

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