bin wieder da und alles steht auf anfang

Fuer eigene erfahrungs Berichte zu Baclofen und Alkohol

Re: bin wieder da und alles steht auf anfang

Beitragvon tutti » 24. Jan 2012, 16:03

hallo ihr lieben,

also ich bin ehrlich, wenn ich am sonntag beim fasnetumzug nicht mit meiner tochter unterwegs gewesen wäre, dann weis ich nicht , wo das hingeführt hätte [blus]

so habe ich verantwortung als mutter und das geht gar nicht, dass ich besoffen durch die strassen ziehe mit meinter tochter an der seite.

aber es geht mir trotzdem besch.................., merke richtig, wie eine depressive phase am anrollen ist und wenn ich jetzt eine kiste bier im keller stehen hätte, dann [wacko] , aber ich habe nichts und ich kaufe nichts.

mache nachher wieder sport um mich abzulenken.

es wird schlimm werden, ich fühle es.

und ja ich weiss, dass es gefährlich ist, solche experimente mit 3 glühwein und dann aufhören gehen nicht immer gut, aber wie gesagt, mit tochter an meiner seite MUSSTE ich für sie stark sein.

die blöde fasnet, wäre sie doch nur schon rum. alleine der gedanke, alle feiern und ich. könnte mich nur noch abschiessen. [cray]

hoffentlich überlebe ich das.

lg tutti
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Re: bin wieder da und alles steht auf anfang

Beitragvon dphn » 24. Jan 2012, 16:20

tutti hat geschrieben:mit tochter an meiner seite MUSSTE ich für sie stark sein.


merkst du, worauf ich hinaus will. Es ist dir an diesem Tag eben mal geglückt, den SD zu unterdrücken. Geht ja manchmal auch. Das hat aber gar nichts damit zu tun, dass du jetzt einfach mal nen Glühweinchen trinken kannst. Ich will dir das einfach ein wenig bewusster machen.

LG
Dirk
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Re: bin wieder da und alles steht auf anfang

Beitragvon tutti » 24. Jan 2012, 16:34

hallo dirk,

ja du hast recht, das risiko sollte man nicht eingehen, NIE.

es geht mir sch......., mein hirn sagt mir, schiess dich ab, um diese sch............phase zu überstehen.
aber ich will es nicht, deshalb muss ich mich unbedingt ablenken. SD in dem sinne habe ich gar nicht, aber um diese depriphase zu überstehen, möchte ich mich wirlich voll laufen lassen, wenn ich dürfte und könnte (habe ja zum glück kein alk im haus). es ist zum schreien.

lg tutti
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Re: bin wieder da und alles steht auf anfang

Beitragvon GoldenTulip » 24. Jan 2012, 17:10

Liebe tutti
SD in dem sinne habe ich gar nicht, aber um diese depriphase zu überstehen, möchte ich mich wirlich voll laufen lassen, wenn ich dürfte und könnte


Vielleicht ist es leichter, wenn Du an dieser Stelle mal was auseinander klamüserst. Niemand hindert Dich - Du darfst und kannst Dich betrinken. Die Frage ist eher, ob Du das einschließlich aller Konsequenzen (Verantwortung Dir selbst und Deiner Tochter gegenüber) wirklich willst.
Sicher ist, dass Depriphasen sich, wenn überhaupt, nur für die Zeit des "Alkoholgenusses" ein paar Stunden verflüchtigen und sich danach verschlimmern durch Alkohol. Sofern Dich der Alk nicht direkt in ein tiefes schwarzes Loch reinkatapultiert, inklusive "hat ja alles doch keinen Sinn" und "ich arme Sau kriegs sowieso nicht auf die Reihe".

Hinter dem "Gejammer" (sorry dafür [biggrin] ) steckt vielleicht was anderes?
Kleines Gedanken-Spiral-Szenario:

Neid auf diejenigen, die "lustig und aus Spaß" trinken können, nur DU nicht.
Ärger über eigene "Schwäche", Mangel an Disziplin und darüber, dass Dein Gefühl wie ein störrischer Maulesel hinter Deinem Verstand hinterhertrabt.
Angst, dass dieser Zustand Dir dauerhaft die Lebensfreude nehmen könnte und Du nur noch durchhältst, statt je wieder "genießen" zu können.
Daran gekoppelt die Trauer, dass die schönen, angenehmen Zeiten des Trinkrausches für immer und ewig vergangen sein könnten.

Und all das, obwohl die Beendigung dieses Albtraums nur einen einzigen Schritt entfernt ist: Buddel auf, rein damit und Ruhe ist.

Leugnung- Wut- Trauer- Akzeptanz: der klassische Reigen bei Verlusterlebnissen, und alles nicht nur einmal sondern eine ganze Weile.

Was ich mit dieser Darstellung aus der Vogelperspektive verdeutlichen möchte ist, dass diese "Depriphase" nicht die Strafe ist, sondern gerade das Wesen des Prozesses ausmacht. Diese Depriphase ist das, was Dich gesund machen wird. Vielleicht hältst Du sie leichter aus, wenn Du das weißt. Sie ist nicht Dein Gegner, sondern Dein Trainingspartner.

Liebe Grüße, Conny
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Re: bin wieder da und alles steht auf anfang

Beitragvon argentina » 24. Jan 2012, 23:22

Wo ist meine Antwort hin????????? Hatte ich heute Mittag geschrieben!!!!!!!! Sehe jetzt erst das sie nicht da ist....schreibe nachher oder morgen noch mal.

Lg Argentina

PS: Bilde ich es mir ein oder häufen sich diese Vorkommnise das manche Antworten "nicht ankommen"? Meine ich nicht böse, frage es mich nur gerade.
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Re: bin wieder da und alles steht auf anfang

Beitragvon tutti » 27. Jan 2012, 18:21

hallo in die runde,

wollte mich mal wieder melden.

bin viel beschäftigt, da ich mich irgendwie ablenken muss. überall wird fasnet gefeiert und ich darf nicht dabei sein, zu gefährlich. deshalb verkrümmel ich mich und gehe nach meinem sport sehr früh schlafen. dann komme ich schonmal nicht auf dumme gedanken.

wenn alles rum ist, hoffe ich, daß ich durchgehalten habe aber bis dahin sind es noch 3 wochen und 3 tage, dann ist aschermittwoch und der spuk ist für dieses jahr rum.

so mache jetzt sport und gehe dann in die heia.

schönen abend noch zusammen

lt tutti
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Re: bin wieder da und alles steht auf anfang

Beitragvon tutti » 31. Jan 2012, 13:54

hallo zusammen,

es sind nun ein paar tage vergangen und meine depriphase ist vorüber.
natürlich habe ich es nicht geschafft, ganz ohne alk zu bleiben, leider.

habe gestern ganz früh ALLE vorräte von Alk (viele flaschen wein rot und weiss, sekt, champus) in den ausguss geleert.

mein geliebtes bier hatte ich vorher schon leer getrunken, jetzt wird nichts mehr nachgekauft und die notreserven sind entsorgt worden.

somit habe ich ein alkfreies zuhause und das über fasnet, man glaubt es nicht. sowas hat es bei mir noch nie gegeben [blus]

entzug habe ich keinen, mir fehlt wirklich manchmal der starke wille und das durchhaltevermögen.

es ist so schwer, GAR NICHTS mehr zu trinken. aber anders geht es nicht, ich schaffe es fast nicht aufzuhören, wenn ich mal angefangen habe. ich höre erst auf, wenn ich total betrunken bin und ins bett falle. nächsten tag einen mächtigen kater, müde und ko, ärgerlich über mich selbst, meine pläne wieder nicht eingehalten zu haben, weil ja eh alles sch...... egal ist und und und.

naja ist eben ein teufelskreislauf. mit bac ist es ja schon schwer, aber ohne ??????


es hilft nichts, wieder aufstehen und weitermachen.

in diesem sinne
lg tutti
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Re: bin wieder da und alles steht auf anfang

Beitragvon dphn » 31. Jan 2012, 14:26

Ohne Bac aufzuhören geht meineserachtens nur dann, wenn die negativen Auswirkungen des Alkkonsums so drastisch sind, dass du dich selbst nicht mehr ertragen kannst.
Aber auch dann ist die Sucht nicht aus dem Kopf. Sie kommt wieder, denn die Zeit heilt bekanntlich alle Wunden. Auch die, die der Alk dir zugeführt hat.

LG
Dirk [hi_bye]
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